Wohin der Wind uns weht

Sterne und kalte Winterluft umhüllen mich mit ihrer Klarheit. Klarheit die auch mich trifft und die mich wieder einmal umdenken lässt. Vor kurzem hatte ich meinen 24 Geburtstag und nun ereilt mich ein ebenso klarer Moment wie den, bei den man den kalten Wind, wie ein Peitsche ins Gesicht geschlagen bekommt. Kein unangenehmes Gefühl, sondern vielmehr eines von Klarheit beherrschtes.

Die Natur war mir lange nicht mehr so nah wie in den letzten paar Tagen bzw. Wochen. Ich genießen jeden Atemzug, jeden Sonnenstrahl. Darf mich Mensch fühlen und bin traurig für diejenigen die sich einmal wieder mehr auf Instagram im Stadtgetümmel zu zeigen geben. Ich fühle mich hier und jetzt frei. Ich fühle mich zwar kein Stück älter als noch bis vor einer Woche, aber ich fühle mich ein großes Stück weiser. Ich fühle mich zuhause. Ich bin in mich gekehrter. Ich bin bei mir. Ich habe keine Angst mehr, weil ich das Hier und Jetzt genieße. Erstmalig keine große Angst vor der Zukunft habe. Ich weiß, dass sich alles richten wird. Ich weiß, dass wir Menschen nun mal in der Natur zuhause sind und wenn wir nur die Augen aufhalten, dann finden wir immer wieder den magischen Hauch der Natur. Sie Atmet gleichzeitig mit uns. Wir sind, ob bewusst oder unbewusst eine gemeinsame Seele. Aus ihr entsprungen. Wir geben und wir nehmen. Leider nehmen wir Menschen mehr heute zutage. Doch ich bin der festen Überzeugung, dass sich etwas ändern wird. Wir gehen gerade langsame, kaum merkliche Schritte um uns wieder mit der Natur zu versöhnen. Wir Menschen merken langsam, dass wir die Natur und die Umwelt versaut haben. Wir müssen uns jedes Mal an unsere eigene Nase packen wenn es irgendwo auf der Welt wieder zu einer Katastrophe kommt, ob der Natur geschuldet, oder direkt ohne Umwege den Menschen geschuldet. Ich habe letztens wie alle Jahre wieder einige Jahresrückblicke im Fernsehen gesehen und musste zu meinem Erschrecken, wie jedes Jahr feststellen, dass es sich dabei so gut wie immer ausschließlich um negative Ereignisse handelt. Es scheint so als müsste man dem Menschen erst das Negative aufzeigen um einen Fortschritt zu erzielen. Doch ich bin der Überzeugung, dass es die Mischung macht. Es nützt nichts immer nur mit erhobenem Zeigefinger dazustehen. Wir kommen auch weiter, wenn uns einmal der Fortschritt aufgezeigt wird. Ansonsten entsteht nur eines: Frust.

Die Natur zeigt uns schon von ganz alleine ihren Frust, oder wann konntet ihr das letzte Mal einen prächtigen Sternenhimmel in der Stadt erleben? Wann hat euch euer eigener Körper das letzte Mal gesagt, dass ihr mal so richtig durchatmen solltet?! Ich schätze mal, dass das Ganze eine Weile her ist. Ich glaube die Lösung ist so simpel wie schwierig. Wir sollte uns und unserer Natur nur immer mal wieder etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Etwas mehr Achtsamkeit. Etwas mehr „auf der Welt fühlen“. Etwas mehr Liebe abgeben.

Mehr lernen und verstehen wollen und sich mehr dem Kreislauf der Natur bewusst werden.

Auf 2019!

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